Mittwoch, 08.07.2015

Malaria!

Ich bin diejenige, die das komplette Jahr gerade mal 5 Mückenstiche hatte und wen erwischt es natürlich? Genau, mich! 

Es hat wirklich ganz plötzlich angefangen. Wir waren an der Cape Coast übers Wochenende und waren Samstag abend im Baobas-Haus vegetarisch Essen. Ich hab nicht wirklich viel von meiner riesen Portion Nudeln geschafft und aufeinmal wurd mir richtig schlecht und ich war verdammt müde. Meine Mitfreiwilligen wollten anschließend noch im Oasis feiern gehen und haben mich bestimmt ne Stunde zum Mitkommen überredet. Ich bin aber eisern geblieben und direkt ins Hotel gefahren. Dort angekommen wurd mir immer schlechter, dazu kamen Schwindel und Schüttelfrost. Ein Fieberthermometer hatte ich erst später, als die anderen wieder zu Hause waren. Bis dahin dachte ich, dass es vllt am Essen lag. Aber das konnte ja irgendwie nicht sein, weil wir alle das selbe gegessen hatten und den anderen ging es prima. Als ich endlich Fieber messen konnte wars mir dann relativ klar. Ich hatte eine Temperatur von 39,5 Grad. Ich habe die Nacht versucht zu schlafen, leider mit wenig Erfolg. Am nächsten Morgen sind wir dann früh aufgebrochen um zurück nach Kumasi zu fahren. Die Fahrt war ganz schön anstrengend weil ich so fertig war. Zu Hause angekommen bin ich zusammen mit Hanna direkt ins Krankenhaus. Dort hab ich einen Bluttest machen lassen, der mir die Bestätigung gegeben hat: Malaria. Daraufhin habe ich vom Arzt eine Injektion bekommen und ein passendes Medikament: Coartem. Das sollte ich 3 tagelang nehmen. Gesagt- getan. 

Am darauffolgendem Tag ging es mir so schlecht wie noch nie! Ich hatte 40,3 Fieber, habe abwechselnd geschwitzt und gefroren, mir war schwindelig, ich hatte keinen appetit, konnte nicht schlafen, ich hatte Muskelschmerzen und konnte mich nicht auf den Beinen halten. Es war einfach nur schrecklich! Ich habe den ganzen Tag nur im Bett gelegen und gehofft, dass das ganz bald vorbei ist. 

Am 2. Tag ging es mir immer noch nicht besser und es kamen noch Halsschmerzen dazu. Da ich angst hatte eine Mandelentzündung zu bekommen habe ich mich nochmal ins Krankenhaus geschleppt. Dort bin ich auf einen sehr unprofessionelen Arzt gestoßen. Das war echt enttäuschend. Der hat mich nicht mal richtig angeschaut, mir irgendwas aufgeschrieben und mich wieder weggeschickt. Mit dem "Rezept" ist Hanna für mich zu 6 verschiedenen Apotheken- keiner konnte damit etwas anfangen. Also ist sie mit Berni (einem Einheimischen der bei uns lebt) nochmal in ein anderen Krankenhaus. Dort war ein professioneller Arzt, der seinen Job gut gemacht hat. Er hat Hanna dann das richtige Medikament für mich mit nach Hause gegeben. (Eine Mandelentzündung hab ich dann übrigens doch nicht bekommen)

Tag 3! Mein Malariamedikament hab ich komplett aufgebraucht- besser ging es mir allerdings immer noch nicht. Also habe ich mich erneut in meinem Zustand ins Krankenhaus geschleppt. Da aber Feiertag war, konnte dort niemand etwas für mich tun. Also hab ich ein Labor auf der Straße gesucht und einen weiteren Bluttest machen lassen: immer noch Malaria! Spätestens da ist bei mir dann etwas Panik ausgebrochen. Ich habe Malaria, keine Medikamente mehr und kein Doktor war da. Ich habe viel mit meinen Eltern und Bekannten geschrieben. Mein Papa war sogar in Deutschland beim Tropenarzt. Viele haben mir gesagt, dass ich mich stationär einweisen lassen soll. Also hab ich bis zum nächsten Tag gewartet und genau das getan.

Tag 4: Ich bin früh morgens nach Adum ins Krankenhaus um einen Doktor zu sehen. Dieser war auch sehr gut und hat mir angeordnet über Nacht im Krankenhaus zu bleiben. Ich wurde in einem 12 Bett Zimmer untergebracht mit inklusiver Schwesternstation drinnen. Da war was los! Wirklich zur Ruhe kam ich dort nicht. Ständig kamen neue Leute rein, wurden an ein Beatmungsgerät gehängt was unheimlich laut gebrummt hat, der Fernseher lief die kompletten 24 Stunden und das Licht brannte durchweg. Ich habe die Nacht ganze 2 Stunden schlafen können. Naja, wenigstens wurde ich medizinisch gut versorgt. Ich habe viele Injektionen unnd Infusionen bekommen. Am nächsten Tag ging es mir auch schon viel besser!! Ich war zwar noch etwas wackelig auf den Beinen aber habe mich gesund gefühlt. Ich durfte also wieder nach Hause gehen. Bevor es nach Hause ging musste ich allerdings noch zahlen. Und da ist mir fast der Kragen geplatzt. Ich musste das doppelte zahlen als ein Ghanaer und sogar 50 Cedi für Essen, welches ich gar nicht gegessen habe. Ich konnte mich allerdings aufregen wie ich wollte, am Preis hat sich trotzdem nichts geändert. Mich macht das einfach wütend, dass ich als  Weiße ständig mehr zahlen muss. Stellt euch mal vor wir würden das in Deutschland so machen. Pizza zum Mitnehmen: Weiße zahlen 5 Euro, Schwarze 10Euro. So was geht einfach nicht!! 

Tag5: Heute bin ich nochmal ins Krankenhaus um nochmal einen Bluttest machen zu lassen. Dafür, dass so viele Leute da waren ging es heute wirklich schnell. Das Ergebnis sollte ich dann morgen abholen.

Tag 6: Meine Ergebnisse sagen, dass ich endlich frei bin von Malaria! GOTT SEI DANK!! Ich habe einem Freund meine Blutwerte geschickt, welcher in Deutschland in einem Labor arbeitet. Er sagte, dass alles okay sei bis auf einen Wert, der sagt, dass ich noch eine Infektion durchmache. Aber klar, mein Körper ist noch geschwächt. Ich soll mich einfach weiterhin ausruhen und viel trinken. Eigentich wollte ich ja trotzdem nochmal einen Arzt sehen aber als die Dame an der Anmeldung mir ganz frech gesagt hat: Sie sind Ausländer, sie müssen das doppelte zahlen- da hab ich mich umgedreht und bin einfach gegangen. Ich hatte wirklich die Schnauze voll. 

Nächste Woche bin ich endlich wieder zurück in Deutschland, da werd ich mich auf jeden Fall nochmal durchchecken lassen, damit ich mir ganz sicher sein kann, dass ich wieder gesund bin. 

Ich habe auch wieder angefangen meine Malaria Prophylaxe zunehmen, schlafe wieder in meinem Moskitozelt und sprühe mich regelmäßig ein. Ich hab das alles ganz schön schleifen lassen, da ich eh nicht gestochen wurde. Aber trotzdem hats mich erwischt. Also, demnächst lieber Vor- statt Nachsicht 

 

 

Montag, 18.05.2015

noch mehr Bilder!

 Cecilia und ich mit den Waisenkindern:

 

Franklina:

 Das Abendessen für die Kinder 

 

Kochen: 

Noch ein Bild von meinem Weg zur Arbeit:

Bei Chalsey gibts Hühnerfüße zum Mittag

 

Unsere Hunde 

 

So, mehr Bilder gibts nicht, weil mein Fotospeicher für meinen Blog bald aufgebraucht ist

 

 

Freitag, 15.05.2015

Enttäuschung!

Alina und ich haben Wetten abgeschlossen, ob die Reifenschaukel heute noch hängen wird oder nicht. Und siehe da, sie hing nicht mehr. Allerdings haben sich die Kinder aus dem Seil eine neue Schaukel gebaut, mit einem Brett anstatt dem Reifen. 

Ich war ja froh, dass sie unsere Idee quasi aufgegriffen und sich eine andere Schaukel gebaut haben aber irgendwie war es schon etwas enttäuschend. 

Es ist halt jedes Mal das selbe. Man gibt sich Mühe, organisiert was und am nächsten Tag sieht man davon nicht mehr, es verschwindet oder liegt irgendwo kaputt in der Ecke. Das ärgert einen einfach! Oder heute hatte ich Bonbons für die Kinder dabei. Von den Meisten kam kein Danke sondern ein trockenes "Gib mir mehr" .. Wenn ich die Kinder drauf Aufmerksam gemacht habe, Danke zu sagen, wurde ich nur blöd nachgeäfft.

Ich vergleiche mein Waienhaus in Kumasi immer ganz gerne mit dem in Tepa. Und wenn ich die beiden so vergleiche, wird mir immer wieder klar, dass meine Hilfe in Kumasi etwas fehl am Platz ist und in Tepa viel mehr gebraucht werden könnte.

Das Waienhaus in Kumasi bekommt sehr viele Spenden und hat öfter Freiwillige. Tepa hat weder das eine noch das andere. In Tepa freuen sich die Kinder immer sehr über mich- in Kumasi nur ein paar wenige. Wenn ich den Kindern in Tepa etwas mitbringe, wird das sehr geschätzt, man bedankt sich und betet. Die Kinder dort haben Lust etwas mit mir zu unternehmen, sind neugierig. In Kumasi ist das leider das Gegenteil. 

Volunta haben wir unser Problem bereits ausführlicher mitgeteilt. Übrigens sind wir da nicht die Einzigen. Die anderen Freiwilligen fühlen sich ebenfalls überflüssig  in ihren Einsatzstellen. Unseren Einsatzstellen geht es nämlich für ghanaische Verhältnisse recht gut. Dort wo wirklich Hilfe gebraucht wird, außerhalb der Stadt, auf den ländlichen Gebieten, fehlt es leider an allen Enden. Volunta war sehr aufgeschloßen und hat sich für die Informationen bedankt. Wir sind die ersten Freiwilligen von Volunta in Ghana- es ist alles noch am Anfang. Von daher ist es gut, dass wir Volunta daraufhinweisen und ihnen Verbesserungsvorschläge machen. Wenn Volunta ein neues Land in ihr Projekt aufnimmt, werden die Freiwilligen immer erst mal in Städte geschickt. Hier ist es leichter sich einen Überblick zu verschaffen und die Situation einzuschätzen. 

Ich bin gespannt wie sich das Prjojekt hier in Ghana entwickeln wird. Den Anfang haben wir gemacht. 

 

 

Mittwoch, 13.05.2015

Reifenschaukel

Ich hatte schön länger geplant, eine Reifenschaukel für die Waisenkinder zu "bauen". Heute haben wirs endlich in Angriff genommen.

Ich bin heute morgen los und wollte zu einer Autowerkstatt hier in Kumasi laufen und einen Reifen besorgen. Den Weg konnte ich mir allerdings sparen, da ich bei unseren Nachbarn(welche Autolackierer sind) einen Alten entdeckt habe. Den konnte ich direkt mitnehmen und musste nichts bezahlen.

Mittags sind wir dann in der prallen Sonne samt Reifen losgestapft. Ich war froh, als wir endlich da waren  Die Kinder kamen direkt angesprungen und waren ganz neugierig. Ich habe ihnen erzählt was wir vorhaben und schwups, wurde direkt losgelegt. 

Als erstes haben wir das Seil ein paar Mal um den Baumstatt geworfen und festgezogen.

Danach den Reifen reingehängt und festgeknotet.

Zum Schluß wurden noch die Enden verschmolzen, damit sie nicht ausfranzen.

Und dann konnts auch schon losgehen 

Super einfach und bei den Kindern kams total gut an! 

 

 

Dienstag, 12.05.2015

"Früher war mehr Lametta" :-D

Heute haben wir mal wieder eine größere Bastelaktion im Waisenhaus gestartet. So hat unser Lametta von Weihnachten auch noch eine Verwendung gefunden. 

Wir haben den Kindern Scheren, Kleber, Wachsmalstifte, Lametta, Wolle und buntens Papier mitgebracht. Die Freude darüber war sehr groß! 

Viele der Kinder haben mich gefragt, was sie damit machen sollen. Ihnen fehlt es oft an Ideen. Beziehungsweise brauchen sie erst mal einen Denkanstoß. Ich habe das Lametta aufgeklebt, habe angefangen zu malen, und Herzen auszuschneiden. Alina hat aus dem Lametta und der Wolle Schmuck gebastelt. Die Kinder sind so auf den Lametta-Schmuck abgefahren und hatten jede Menge Spaß daran, die Herzen auszuschneiden. Bei vielen Kindern ist mir aufgefallen, dass sie gar nicht wussten, wie sie das Herz ausschneiden sollen. Ich hab mich mit ihnen zusammengesetzt, ihnen dabei geholfen und die Freude war riesig, als das Herz ausgeschnitten war. 

Leider wurde mit unseren Sachen mal wieder nicht so gut umgegangen. Ich habe zu Beginn gesagt, dass ich alle meine Stifte, Kleber und Scheren wieder zurück haben möchte, wenn wir mit der Bastelstunde fertig sind und das sie gut auf meine Sachen aufpassen sollen. Leider war das nicht der Fall. Die Kleber wurden bis zum Anschlag raus gedreht, sodass die Spitzen abgebrochen sind, die Papierreste lagen im halben Hof verteilt, Wachsmalstifte wurden zebrochen und zum Schluß waren komischerweise nur noch 2 Scheren da. Ich habe den Kindern mehrfach erklärt, dass sie den Kleber nicht komplett rausdrehen sollen, sondern immer nur Stückweise, weil er sonst kaputt geht, habe ihnen am Ende gesagt, dass ich meine Scheren wieder haben möchte, weil wir ohne Materialien nicht noch mal basteln können. Nach und nach haben plötzlich immer mehr Scheren ihren weg zu mir zurück gefunden. Sie wurden aus Zimmern getragen und aus den Hosentaschen geholt. 

Irgendwo ist es ja verständlich, dass die Bastelstunden immer so ausaten. Schließlich sind die Kinder das nicht gewohnt. Hier bastelt und spielt nämlich keiner mit ihnen. Auch in der Schule nicht. Außerdem wird ihnen nicht beigebracht sorgfältig mit ihren oder anderen Sachen umzugehen. Mir ist das allerdings wichtig. Sowas kann man einem Kind, dem das völlig fremd ist, allerdings nicht von heute auf morgen beibringen. 

Unseren Kindern wird schon im jüngsten Alter beigebracht, sorgfältig mit Sachen umzugehen. Unsere Kinder lernen von klein auf im Kindergarten, wie man mit einer Schere umgeht, haben unendliche viele Bastel- oder Spielsachen zur Verfügug, lernen das man Ordnung halten muss und so weiter. Unsere Kinder dürfen noch Kind sein. Hier ist das allerdings anders. Im Waisenhaus müssen die kleinen Mädchen beim kochen helfen, ihre eigene Wäsche mit der Hand waschen, sich aus dem Brunnen schwere Wassereimer zum Duschen hochziehen... Und das alles, nach dem sie um 15:00Uhr aus der Schule kommne. Wir hatten in der Grundschule nie so lange Unterricht. Wir hatten in der Woche höchstens ein oder zweimal bis 13:00 Uhr Schule. Hier bleiben selbst die ganz Kleinen so lange in der Schule. Und danach heißt es kochen, waschen, Hausaufgaben machen. Besonders die Mädchen müssen viel helfen. Die Jungs hingegen bleiben verschont und dürfen Fußball spielen während die Mädchen das Essen zubereiten.

Das alles hört sich jetzt bestimmt sehr hart an, aber da die Kinder sind so aufgewachsen, kennen sie das gar nicht anders. 

 

Hier gibts das Bildermaterial zur Bastelstunde:

 

Hier hab ich noch beim Ausschneiden geholfen: 

Und hier wurde dann schon selbst geübt:

"Please Cindy, snap my picture" 

Der fertige Lametta- Kopfschmuck 

Überall Lametta 

Hat heute echt viel Spaß gemacht und vor allem haben Alina und ich so viele schöne Bilder geschenkt bekommen.  

Bis zum nächsten Mal! 

 

 

Dienstag, 05.05.2015

Küstentour und mein Geburtstag! :-)

Ja ich weiß, ich habe mich schon lange nicht mehr gemeldet,aber es gibt auch nicht wirklich viel zu berichten  Der Alltag hat uns eingeholt. Allerdings hatten wir letzte Woche mal wieder ein wenig Abwechslung und haben eine Küstentour gemacht. 

Angefangen haben wir am Ankobra Beach in Axim, wo ich das letzte mal im Februar war. Das Fleckchen zählt definitiv zu meinen Liebesten hier in Ghana . Es war mal wieder total schön gewesen, außer das ich am ersten Morgen von einer eitrigen Mandelentzündung überrascht wurde. Wir schnappten uns direkt nach dem Frühstück ein Taxi und fuhren ein paar Orte weiter, wo es zum Glück eine gut ausgestattete Apotheke gab. Das Antibiotikum hat direkt angeschlagen, sodass ich (zum GLÜCK) keine weiteren Beschwerden hatte.

Nach 3 Tagen ging es dann weiter nach Winneba. Die anderen waren schon mal da gewesen, für mich war es allerdings das erste Mal. Auch dort war es einfach nur traumhaft schön!! Wir waren im Summer Yard untergebracht, eine Öko-Anlage mit vegetarischen Restaurant. Die kleine "Anlage" war richtig süß hergerichtet und das Essen lokal, vegetarisch und super lecker! 

Hier mal ein paar Bilder:

In dem "Baumhaus" haben wir geschlafen:

Hier sieht man den Garten: (da kanns mans aushalten)

 

Die Speisekarte:

Unser Frühstück: Plantainporridge mit Anannas-Orange-Ingewer-Smoothie

Wenn wir nicht gerade faul in der Hängematte gelegen haben, waren wir am Strand. Wir haben dort ein richtig schönes Fleckchen gerfunden. Es war eine schmale Landzunge, mit ganz vielen Palmen, die zwischen Meer und Lagune lag. Man konnte im Übergang zwischen Meer und Lagune super baden, weil man nicht von den riesigen Wellen weggespült wurde.  Allerdings mussten wir dorthin eine dreiviertel Stunde Fußmarsch zurücklegen. Im tiefen Sand. Das war einfach nur anstrengend!! Wir waren froh, als wir am letzten Tag ein paar Leute mit Auto dort angetroffen haben. Die haben uns netterweise hinten auf der Ladeflächen ihres Pickups mit zurück ins Dorf genommen. 

Allerdings hatten wir auch ein nicht so schönes Erlebnis: Jonas Kamera wurde geklaut. Aber auf so eine dreiste Weise. Wir lagen auf der Inselzunge unter den Palem und haben gedöst. Jonas hatte seine Tasche nicht direkt bei sich liegen sondern eine Palme weiter. Wir dachten jedoch nicht, dass wir dort beklaut werden. Es war nämlich keine Menschenseele dort gewesen. Und der jenige, der uns beklaut hat, konnte nur von einer Seite gekommen sein, weil ja auf der anderen der Übergang zwischen Meer und Lagune war. Sprich, der "Dieb" ist direkt an uns vorbei gelaufen, hat sich die Tasche geschnappt und hat wieder das Weite gesucht. Wir haben davon nichts mitbekommen. Wir haben erst viel später gemerkt, dass die Tasche nicht mehr da war. Aber komisch, dass der "Dieb" uns nicht beklaut hat, während wir im Wasser waren, sondern auf so eine dreiste Art und Weise. Naja, das nächste mal vergraben wir unsere Sachen am Besten im Sand 

Am Abend haben wir dann ein wenig in meinen Geburtstag "reingefeiert". Das sah dann ungefähr so aus: Wir haben uns um halb 11 ins Bett gelegt, weil wir so müde waren, haben uns dann für kurz vor 12 den Wecker gestellt um pünktlich anzustoßen.  Mit ein paar Bier saßen wir noch bis 2 Uhr draußen. Übertrieben haben wirs nicht, schließlich wollten wir fit für Accra sein. 

Am nächsten Morgen, nach dem Frühstück und einem Happy-Birthday-Smoothie, fuhren wir weiter nach Accra. Dort haben wir wieder bei der selben Familie geschlafen, als wir das letzte Mal in Accra waren. Ich weiß gar nicht ob ich schon von der Familie erzählt habe? Aber mit der hatten wir ganz schön Glück gehabt. Ursprünglich wollten wir nämlich in einem sehr günstigen und gut gelegenem Hotel schlafen. Da das allerdings voll war schickte man uns ein paar Meter weiter in ein Häuschen. Dort lebt eine ältere Frau mit ihren Töchtern. Sie haben 2 große Sammelschlafzimmer wo man unterkommen kann. Die Toiletten und Duschen waren draußen im Hof- und das alles für gerade mal 3€ pro Nacht. 

Was mich total gefreut hat, dass alle Freiwilligen extra  wegen meinem Geburtstag nach Accra gekommen sind. Ich habe mich abends mit den Mädels getroffen zum Pizza essen. Wir waren in einem italienischen Restaurant Namens Mama Mia und die Pizza dort war einfach nur superlecker!! Danach sind wir weiter in eine Bar, wo wir uns mit den anderen getroffen haben! Ich habe mich riesig gefreut, dass alle gekommen sind und mit mir gefeiert haben. Über die Geschenke natürlich auch. Danke dafür!  Und natürlich auch Danke, für all die anderen Glückwünsche, Briefe und Pakete. Und danke an meine Familie+ Oma, für den super leckeren Geburtstagskuchen(+23 Geburtstagskerzen), der es tatsächlich bis nach Ghana geschafft hat. 

Es war wirklich ein toller Geburtstag!! 

 

 

 

 

Montag, 30.03.2015

Bildermix

Unser Fitnessstudio:

 

Unser Schwimmbad auf dem Unigelände:

 

 Hier warten wir aufs TroTro

 

Max beim kochen

 

Jonas und ich mit dem Baby unserer alten Nachbarn:

 

Kinder beim Wasser holen: 

 

Santos und ich

 

nähe Central Marke (und so viel Müll liegt hier so ziemlich überall):

 

Devina:

 

Eine Straßenverkäuferin mit einen ganzen Laden auf dem Kopf: 

 

Zwischenstop in einer kleinen Bar auf dem Weg zum Bosumtwisee: 

 

Haarprobleme! Meine Haare wurden grünlich vom Chlor- angeblich soll Tomatenmark helfen:

 

Das wohl süßeste Baby was ich je gesehen hab:

 

Bierpong:

 

 

Laura, ich und ein paar Kinder die uns nachgelaufen sind und nicht mehr loslassen wollten: 

 

 

Aufs nächste Taxi warten... 

 

 

Montag, 23.03.2015

Umzug!

Kaum zu glauben aber wahr- wir sind tatsächlich umgezogen! 

Da unser Gastvater ein paar Problemchen mit seiner Vermieterin hatte, mussten wir aus unserem alten Haus ausziehen. Ursprünglich war geplant, dass wir am 25. Februar umziehen. Allerdings war zu diesem Zeitpunkt das neue Haus noch nicht bewohnbar. Es waren weder die Wände verputzt, noch der Boden verlegt, die Bäder waren im Rohbau, es gab keine Küche- es war einfach nichts fertig. Da die Vermieterin uns starken Druck gemacht hat auszuziehen, hatten wir ganz schön angst, dass wir in diese unfertige Ruine einziehen müssen. Unsere Begeisterung hielt sich daher stark in Grenzen.  

Allerdings zogen wir am 25. nicht um. Gott sei dank!  Ab diesem Tag hieß es jede Woche aufs Neue, dass wir umziehen werden. Getan hat sich allerdings nichts. Die absolute Krönung kam jedoch letzten Sonntag.  Gegen 15:00 Uhr sagte uns die Gastmutter, dass wir heute umziehen werden.  Es war weder irgendwas gepackt, noch was ein Umzugswagen oder sonst was bestellt worden. Sie meinte jedoch, dass wir heute raus müssen, weil die Vermieterin sehr verärgert ist und ansonsten die Polizei vorbeischickt um unseren Gastvater abzuholen. Ich wusste in diesem Moment wirklich  nicht, was ich dazu sagen sollte.  Zumal ich meinen Gastvater am Morgen noch gefragt habe, wann wir denn jetzt eigentlich umziehen. Daraufhin meinte er (wie immer): nächste Woche.  Na gut, ich bin jedefalls zu den anderen ins Zimmer und habe ihnen die freudige Nachricht mitgeteilt. Natürlich haben wir nicht daran geglaubt. Unser Verdacht hat sich dann auch sehr schnell bestätgt, als ich in der Küche was trinken wollte und die Gastmutter in einer seelenruhe vorm Fernseher lag. 

Naja jedenfalls haben wir es gestern dann tatsächlich geschafft umzuziehen.  Allerdings hab ich am Abend davor mir ständig die Frage gestellt, wie er innerhalb eines Tages alles zusammenpacken und umziehen möchte- es wurde nämlich noch kein Handschlag getan. 

Wenn man in Deutschland umzieht, fängt man meistens schon Tage vorher an, sein Zeug in Kisten zu packen- inn Ghana allerdings nicht.  

Am Samstag morgen wurde angefangen alles auszuräumen. Schuhe, Kleider, Krimskrams wurde alles zusammen in eine Tonne oder Tasche geworfen. Viele Sachen wurden einfach so auf den Transporter gepackt. Dreckiges Geschirr wurde nicht gespült sondern auch einfach hinten drauf geworfen. Genau so wie der gekochte Reis von unserer Gastmutter.  

Aber ich muss sagen, dass der Umzug wirklich gut geklappt hat- unkompliziert und schnell! Der Transporter wurde bis oben hin vollgepackt und nach nur 3 Fahrten hatten wir alles im neues Haus. 

Und bereits am abend hatten wir unsere Zimmer schon schön herrgerichtet. Der Umzug war wirklich eine Verbesserung. Wir haben jetzt sogar ein eigenes Bad und wir haben in der Dusche so einen Druck auf der Leitung.  Endlich kommt ein Strahl aus dem Duschkopf uns nicht nur drei Tropfen. 

 

Hier gibts ein paar Bilder vom Umzug:

Unser altes Zimmer:

Mein Krempel. Hat sich doch einiges angesammelt in den 8 Monaten. 

Erst mal alles raus aus dem Haus:

und rauf auf den Transporter:

 Zeit zum Spielen war auch noch da:

und für eine kleine Stärkung:

auch die leeren Bierflaschen sind mit umgezogen:

unser neues, schlichtes, Haus:

mein kleines Reich:

unser Bad:

Die Küche:

 Ein Gruß aus der alten Küche:

Und sogar die Hunde haben jetzt ein schöneres zu Hause:

 

 

Freitag, 06.03.2015

Bilder aus dem Waisenhaus

 

Unsere kleinen Küken: 

 

 

große Bastelstunde:

 

Unser neues Karusell: 

 

 

Nana Quame:

 

Puzzeln:

 

Wäsche waschen:

 

Hier erkläre ich das neue Benjamin Blümchen Brettspie, welches mein Papa mitgebracht hat: 

 

  

Modenschau:

 

 

Dieser Schafsherde begegnen wir täglich auf unserem Arbeitsweg:

 

 und manchmal begegnen wir auch seltsamen Küken:

 

 

Montag, 16.02.2015

Ankobra Beach- Gottes eigenes Fleckchen

Am Freitag machten wir uns bereits um 06:00 Uhr in der Früh auf den Weg nach Axim. Wir starteten so früh, da wir eine lange Fahrt vor uns hatten und den Nachmittag noch am Strand verbringen wollten.

Nach ganzen 8 Stunden kamen wir endlich am Ankobra Beach an. Es ist eine wunderschöne Anlage am Strand, die von Deutschen geführt wird, in der nähe von Axim. Der Aufenthalt hat sich so richtig nach Urlaub angefühlt. Am dem wahnsinnig schönem Strand war keine Menschenseele, unsere Zimmer waren richtig toll hergerichtet, wir haben am Abend am Strand gelegen und Sterne beobachtet, haben stundenland in der Hollywoodschaukel gesessen und aufs Meer geschaut und auch das Essen war total lecker! Zum Abendessen gab es Zuchini- und Kürbissuppe aus eigenem Anbau, zum Frühstück selbstgemachte Marmelade mit frisch gebackenen Brötchen. Einfach nur lecker!! 

Die deutsche Familie, die diese Anlage führt, lebt bereits seit 7 Jahren dort. Sie haben ihren eigenen Garten in dem sie ihr Gemüse anbauen, eine Wasserfilteranlage, sodass man das Leitungswasser sogar trinken konnte und sie haben sogar eine kleine Montessorischule eröffnet. Dort unterrichtet eine deutsche Lehrerin weniger als 5 Kinder. Unter anderem auch die Tochter der Familie. Und es gab noch 2 deutsche Freiwillige, die dort in der Anlage gearbeitet haben.

Ich find es wirlkich beachtlich, sich so etwas schönes in einem anderen Land aufzubauen und zu beschließen, sein restliches Leben hier zu verbringen. Hut ab! Auch wenn es noch so schön ist, ich könnte das nicht. Ich freu mich ja jetzt schon wieder wie verrückt auf zu Hause. 4 Monate hab ich allerdings noch vor mir. 

Am Samstag machten wir einen Auslfug nach Nzulezo. Nzulezo ist ein kleines Dorf auf Stelzen, mitten im Amansuri-See. Wir fuhren von unserer Anlage aus, 1 Stunde mit dem Taxi zu einem Fluß. Dort stiegen wir in ein Kanu um und haben noch einmal 1 Stunde gebraucht, bis wir endlich in dem Dörfchen ankamen. Die Kanufahrt dorthin war schon richtig schön. Wir fuhren auf einem kleinem Fluß, der mal schmaler, mal breiter wurde, uns durch den Djungle führte, bis wir auf einen großen See kamen, wo wir das Dörfchen schon von weitem sehen konnten. 

Das Dorf was wirklich faszinierend. Es gibt dort eine Schule, 3 Kirchen, eine Bar und ein paar kleine Geschäfte. Es leben in etwas 400 Menschen dort. Das konnte ich mir gar nicht vorstellen. Viele von ihnen sind Bauern, welche jeden morgen 2,5 Stunden zu ihrem Ackerland rudern. Da das Dorf nur eine Grundschule besitzt müssen die älteren Kinder ebenfalls zur Schule rudern. Lebensmittel werden mit dem Kanu vom Festland geholt und zusätzlich wird noch Fisch gefangen. 

Seit ca. 600 Jahren gibt es das Dörfchen schon. Die ursprünglichen Bewohner waren Flüchtlinge aus Mali. Sie wollten keinen Ärger, sondern in Frieden leben und ließen sich somit hier nieder. 

Alle 30 Jahre muss ein Haus komplett erneuert werden, weil das Holz durch die ständige Feuchtigkeit so verwittert ist.

Die älteren Leute wohnen am Festland etwa 3 Stunden entfernt in einem Ort den sie New-Nzulezo nennen, da das Leben auf dem Stelzendorf im Alter zu anstrengend ist. 

All diese Infos haben wir von einem Bewohner des Dorfes bekommen. Bevor wir uns wieder auf den Rückweg machten, übergaben wir dem Dorf noch eine kleine Spende- für die Grundschule. 

Den Nachmittag ließen wir am Strand ausklingen und am Sonntagmorgen, nach einem leckerem Frühstück, ging es auch schon wieder Richtung Kumasi. 

 

 

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