Berichte von 12/2014

Dienstag, 30.12.2014

Akosombo

Akosombo ist ein kleines Städtchen, direkt am Voltasee.Es gehört zu den reizvollsten Orten Ghanas, eingebettet in bilderbuchschöne Akwamu-Berge am Ufer des Flußes. 

Am Sonntag kamen wir in Akosombo an und checkten in einem Hotel, direkt am Fluß ein. Die Zimmer waren nicht so der Renner, allerdings hatten wir einen Pool und konnten direkt am Flußufer, auf einen gemütlichen Terasse richtig lecker essen. Der Ausblick war wirklich wunderschön! 

 

Am nächsten Tag sind wir in ein anderes Hotel gezogen, es war nur ein paar Meter entfernt. Dort gab es wieder eine schöne Terasse, saubere Zimmer und leckeres Essen. Wir haben sogar eine Bootstour gemacht, bis zu Volta- Staudamm und waren im Volta schwimmen. Lustigerweise haben wir beim Schwimmen eine Mitfreiwillige getroffen, die mich an meinen Dutt erkannt hat Am nächsten Tag haben wir noch eine kleine Kanutour mit einem Einheimischen gemacht und sind danach weiter nach Keta gefahren. 

Die Tage am Volta waren wirklich so entspannend. Ich hätte noch Ewigkeiten dort bleiben können. 

 

 

Samstag, 27.12.2014

Tamale und Mole-Nationalpark

Am Mittwoch sind wir hoch in den Norden gefahren. Wir saßen ganze 8 Stunden im Bus- es war ganz schön anstrengend. Dort angekommen checkten wir in einem sehr schönen Hotel ein und haben bei leckerem Essen ein wenig Weihnachten "gefeiert". Weihnachten war dieses Jahr irgendwie nicht das selbe. Es war heiß und die Familie war nicht komplett. Nach dem Essen riefen wir bei Mama, Oma und Opa an, tranken noch einen Cocktail und legten uns schließlich schalfen.

Am nächsten Morgen machten wir uns auf den Weg in die Stadt und wollten uns den Markt von Tamale ansehen. Allerdings war der Markt im Gegensatz zum Central Market in Kumasi nicht wirklich besonders. Also haben wir beschlossen heute mal einen Faulen im Schwimmbad zu machen. Im Schwimmbad war richtig was los und wir, als einzigste Weiße, waren eine große Attraktion.  Wir schwammen ein paar Runden durch das Becken und da wurde ich auch schon von ein paar Einheimisches angesprochen, ob ich ihnen das Schwimmen beibringen könnte. Die meisten Einheimisches können nämlich nicht schwimmen. Ich habe ihnen ein bisschen was erklärt- allerdings kann man nicht in ein paar Minuten das Schwimmen lernen.  

Am Abend sind wir noch etwas Essen gegangen und haben ein paar Deutsche kennengelernt. Mit ihnen haben wir uns noch lange unterhalten und ausgetauscht. 

Da wir relativ früh wieder im Hotel waren, haben wir beschlossen noch ein Hirse-Bier, in der Jungle-Bar zu trinken. Diese war nur wenige Meter von unserem Hotel entfernt. Als wir dort ankamen stellten wir fest, dass die Bar zu hatte und machten uns wieder auf den Heimweg. Wenige Meter vor unserem Hotel riss mir plötzlich jemand meinen Rucksack von den Schulter und rannte mit ihm davon. Ein Dieb!! Mein Papa schaltet schnell und rannte ihm hinter her. Bis ich geschaltet habe, was los war, rannte auch ich hinterher. Und kaum zu glauben, wir haben meinen Rucksack wieder zurückerobert, da wir ihm so Dicht auf den Fersen waren. Allerdings saß der Schock wirklich tief. Ich konnte mich die Nacht über kaum beruhigen. Ich war wirklich froh, dass ich meinen Rucksack wieder hatte. Dort war nämlich alles drin. Handy, MP-3 Player, Geld, Kreditkarte. Leider hat mein Papa sein Handy und seine Lesebrille bei der Verfolgung verloren. Wir waren später nochmal an dem Ort, an dem es passiert ist, mit ein paar Hotelangestellten. Es war aber nichts mehr aufzufinden.

Nachdem wir uns etwas beruhigt haben, versuchten wir zu schlafen, da wir gegen 03:00Uhr schon wieder aufstehen wollten, um in den Mole- Nationalparkt zu fahren.

Um 04:00 Uhr waren wir am nächsten Morgen fertig. Allerdings war unserer Fahrer nicht da. Wir warteten noch 1,5 Stunden, bis er endlich auftauchte. Ich war einfach nur fix und fertig. Die Nacht nur 3 Stunden geschlafen, so früh aufgestanden und dann mussten wir auch noch so lange warten.

Nach einer 2 Stündigen Autofahrt kamen wir endlich im Park an. Wir buchten uns einen Führer für 2 Stunden und fuhren los.

Man konnte allerdings nicht viele Tiere sehen- lediglich ein paar Antilopen und Schweine. Während der Tour fielen mir  ständig die Augen zu.  Als die Tour fast vorüber war, meinte unser Führer aufeinmal, es hätte eine Meldung bekommen wo sich die Elefanten zur Zeit aufhalten würde. (Hat er wirklich ganz toll geschauspielert!  Im Endeffekt wusste er nämlich ganz genau wo sich die Elefanten die ganze Zeit aufgehalten haben. Aber das konnte man uns nicht sagen, sonst hätten wir ja nicht für eine 2 stündige Safari bezahlt. 

Naja.. jedenfalls sind wir dann aus dem Auto ausgestiegen und sind zu einem kleinen See gelaufen. Auf der Weg dort hin begegneten wir noch ein paar Schweinen und Pavianen. Und schließlich sahen wir auch die Elefanten. Es war schon beeindruckend solch große Geschöpfe, in freier Wildbahn, ganz aus der nähe zu betrachten. Die Elefanten sind sogar baden gegangen- ein wirklich schönes Bild. 

Nach ca 15 Minuten meinte der Führer schließlich, dass die 2 Stunden um seien und wir noch einmal extra zahlen müssen, wenn wir länger beiben wollen. Daraufhin haben wir uns dazu entschlossen wieder zurück zu fahren. 

 

 

 

Als wir wieder im Hotel ankamen, wollten wir die vereinbarten 250 Cedi für das Auto und den Fahrer zahlen. Allerdings hieß es aufeinmal, dass wir den Tank auch noch auffüllen sollten. Das war allerdings nicht so vereinbart. Nach langen Diskussionen haben wir uns darauf geeinigt 300 Cedi zu zahlen. 

Am nächsten Morgen fuhren wir wieder zurück nach Kumasi und warteten ganze 3 Stunden darauf, bis der Bus endlich mal losfuhr. Übrigens haben wir dort auch wieder die Deutschen angetroffen, die wir vorgestern kennengelernt haben. Und lustigerweise fliegt mein Papa auch mit ihnen am selben Tag wieder zurück nach Deutschland. 

 

 

Dienstag, 23.12.2014

Central Market und Waisenhaus in Kumasi

Heute morgen waren wir auf dem Central Market. Ich dachte schon, dass bei uns die Vorweihnachtszeit in den Geschäften schlimm wäre- aber hier war es  kaum auszuhalten! Der Central Markt war maßlos überfüllt- überall wurde geschubst, gedrückt und gedrängelt. Bei unserem Glück haben wir uns auch noch verlaufen und waren heilfroh, als wir wieder nach draußen gefunden haben und im TroTro Richtung Hotel saßen.  

Ich habe meinem Papa auf den Central Market die Fleischabteilung gezeigt, in der Hoffnung ihn ein wenig abzuschrecken. Leider vergebens. 

Die Tiere werden vor Ort auseinander genommen und jedes einzelne Teil wird hier zum Verkauf angeboten. Es stinkt einfach fürchterlich, da das Fleisch den ganzen Tag ungekühlt in der Sonne liegt und von Fliegen besiedelt wird. 

Am Nachmittag machten wir uns gemeinsam mit Alina und Lea zum Waienhaus. Ich wollte meinem Papa meine Arbeitsstelle zeigen und den Kindern meinen Papa vorstellen. 

Als wir dort ankamen, waren alle schwer beschäftigt, denn es wurde am Haus weiter gebaut. Hier wurden wir leider nicht so freundlich und offen begrüßt wie in Tepa. Allerdings waren die Kinder sehr neugierig und haben mich viele Sachen über meinen Papa gefragt. Seinen Namen "Ralf" konnten nur die wenigsten richtig aussprechen- war irgendwie ein Zungenbrecher.  

Wir verteilten dort ein paar Erdbeermarmeladen-Brote und Äpfel. Ich habe ja versprochen, dass meine Papa Erbeeren aus Deutschland mitbringt. Da dies aber ein bisschen schwierig war und die Erbeeren sich warscheinlich nicht so lange gehalten hätten, gab es eben Erbeermarmelade. Die Kinder haben sich wie die Geier auf mich gestürtzt und wollten ständig mehr haben, allerdings war das Glas in null komma nix leer gewesen. Eigentlich wollte ich noch das 2. Glas aufmachen- allerdings hatten wir kein Brot mehr. Also haben wir noch die Äpfel verteilt. 

Ich fand es allerdings sehr schade, dass sie nur wenige Kinder bedankt haben. 

Unser Waisenhaus wird von einigen Spendern unterstützt und von sehr vielen Weißen besucht. So hatten die Kinder über Weihnachten Besuch von ein paar Weißen aus Texas. Sie haben den Kindern viele Briefe und Weihnachtsgeschenke mitgebracht- wie zum Beispiel Barbies, Puppen, Lego, Elektronische-Spiele. Und im Neuen Jahr hatten sie wieder Besuch von einer Weißten aus Holland. Da gabs auch wieder Briefe und neue Handtücher. Die Kinder werden hier auf jedenfall sehr unterstützt- im Gegenteil zu dem Waisenhaus in Tepa. Deshalb würde ich meine Hilfe gerne dort anbieten- wo auch wirklich Hilfe benötigt wird. 

 

 

Montag, 22.12.2014

2. Besuch im Waisenhaus- Tepa

Das Frühstück heute morgen fiehl schon etwas magerer aus. Es gab ein Brötchen. mit einem kalten Rührei und Brösel- Kaffee.  Naja, immerhin besser als nichts! 

Wir machten und anschließend, gemeinsam mit Alina, auf den Weg nach Tepa ins Waisenhaus. Mein Papa hat allerlei Spielsachen aus Deutschland mitgebracht, welche wir den Kindern schenken wollten. 

Dort angekommen, wurden wir wieder einmal herzlich begrüßt. Die Kinder konnten sich sogar noch alle an mich erinnern und haben sich wirklich sehr über unseren Besuch gefreut. Wir haben uns erst eine ganze Weile unterhalten, bis wir schließlich die Geschenke auspackten. Als erstes packten wir Stifte, Schere und Kleber aus- welche wir den Betreuer gaben, damit sie sie verwahren.

 Danach packten wir die Schaukel aus- die war wirklich das absolute Highlight!!   Betreuer und Kinder haben sich sehr darüber gefreut und sie direkt am Baum aufgehängt. 

Anschließend habe ich die Armbänder verteilt, welche Hedwig aus Bindsachsen, extra für die Waisenkinder gehäkelt hat. Die Kinder haben sich sehr darüber gefreut, sie direkt angezogen und ständig gesagt, wie hübsch sie aussehen. Danke nochmal dafür!! 

Danach erklärte ich den Kindern+ Betreuern Memory und Domino. Vorallem das Memory-Spiel kam richtig gut an und hat allen eine Menge Spaß gemacht.

Zu guter letzt verteilten wir noch ein paar Äpfel an die Kinder, welche wir von dem gespendeten Geld von Familie Appel aus Wenings, gekauft haben. Die Kinder überannten mich fast, als ich die Äpfel auspackte und bedankten sich vielmals dafür. 

Leider ist es oft so, dass das Essen nicht immer für alle Kinder reicht bzw. das die Portionen sehr gering ausfallen. Pro Kind braucht das Waisenhaus 3 Cedi am Tag. 30 Kinder sind dort untergebracht- sprich 90 Cedi am Tag. 90 Cedi sind umgerechnet 22,50Euro. Da die Einrichtung hauptsächlich von dem Essensgeld der Schüler lebt (direkt neben an ist eine Schule, welche vom Waisenkaus bekocht wird) und lediglich ein paar Spenden von der Kirche vor Ort bekommt- ist das Geld oft knapp. Wir haben die Betreuer nach ihrer Bankverbindung gefragt und wollen in Zukunft schauen, was wir tun können. Wir haben überlegt, einen kleinen Spendenkreis aufzubauen.

Wir haben noch viel mit den Kindern gespielt und getanzt- bis es Zeit wurde zu gehen. Wir wurden wieder sehr herzlich um mit einem Gebet verabschiedet. Die Betreuer und Kinder waren uns wirklich sehr dankbar und hoffen, dass wir sie wieder besuchen kommen.

 

Ps.: Als wir auf dem nach Hause weg waren, hatten wir aufeinmal kein Licht mehr am TroTro und mussten in einer anderes umsteigen 

 

 

 

Sonntag, 21.12.2014

Souvenirmarkt in Accra

Heute morgen haben wir uns erst einmal reichlich am Frühstücksbuffet bedient und haben schön auf der Hoteldachterasse gefrühstückt.

Danach haben wir uns auf den Weg zum Souvenirmarkt gemacht. Hunderte von Händler verkaufen hier ihr Kunssthandwerk. Allerdings ist es ein stressiges Pflaster, da der Wettberwerb unter den vielen Händlern sehr groß ist. So wurden wir direkt am Taxi von einer ganzen Truppe Händlern abgefangen und mit zu ihren Shop genommen- dort haben sie uns mit Trommelklängen Wilkommen geheißen. 

Wir haben sogar eine Trommel für Mama gekauft. Der Preis lag zu erst bei überteuerten 300 Cedi. Aber nach langem hin und her, konnten wir sie doch noch auf 90 Cedi runterhandeln- was meiner Meinung nach immer noch so viel war 

Wir sind nun noch eine ganze Weile über den Markt gelaufen und haben uns die verschiedenen Stände angeschaut. Allerdings war es wirklich sehr anstrengend! Jeder wollte uns mit in seinen Shop nehmen und direkt über Preise verhandeln. Dabei ging es uns hauptsächlich darum, uns einfach mal ein wenig IN RUHE umzusehen. Jedenfalls hatten wir dann nach 2 Stunden echt keine Lust mehr.  

Wir sind anschließend noch einmal runter an den Strand gelaufen. Dort wurden die Tierhäute für die Trommeln in der Sonne getrocknet, es war viel Betrieb am Wasser und wieder mal eine ganze Menge Müll vorhanden. Kein wirklich schöner Ort. 

Also haben wir uns wieder auf den Weg ins Hotel gemacht, unsere Sachen zusammengepackt und sind mit dem VIP-Bus richtung Kumasi gefahren. Am Abend kamen wir in Kumasi an, haben meine mitgebrachten Sachen hier abgestellt, die Lebensmittel in den Kühlschrank geräumt und in einem Hotel, ganz in der Nähe, eingechekt. 

 

 

Samstag, 20.12.2014

Papa in Ghana!!

Heute, nach ganzen 4 Monaten, konnte ich heute meinen Papa endlich wieder in die Arme schließen.

Ich habe über eine Stunde am Flughafen auf ihn gewartet. Ständig habe ich Richtung Ausgang geschaut um nach ihn zu sehen- und war irgendwie total aufgeregt.  Als ich ihn endlich entdeckt habe, musste ich direkt losheulen und bin auf ihn zugerannt. Eines der schönsten Gefühle jemanden nach so einer langen Zeit wieder in die Arme schließen zu können. Ich habe mich rießig gefreut! 

Nach langen Umarmungen haben wir uns auf die Suche nach einem Taxi gemacht. Wir haben auch relativ schnell eins gefunden. Allerdings hatte der Fahrer sich plötzlich selbst ausgesperrt.  Fing ja alles schon mal gut an  Zum Glück hatte er das Fenster noch einen Spalt offen, sodass wir nach einiger Zeit mit einem Stock das Auto wieder aufbekommen haben.

Und los gings zum Hotel..

Dort angekommen war ich total hin und weg. Wir hatten ein super Hotel, ein sauberes Zimmer mit Kühlschrank und Klimaanlage und ein riesiges Bett! Wenn man Monate lang nur in irgendwelchen Absteigen geschlafen hat, sag ich euch, dass das der pure Luxus ist. Mein Vater konnte gar nicht so richtig verstehen- warum ich vor Freude so ausgeflippt bin.  

Und als mein Papa dann die Sachen ausgepackt hat, welche Mama für mich gekauft hat, war ich total aus dem Häuschen. Ich konnte mich gar nicht mehr beruhigen  Endlich hatte ich wieder Käsetortellini mit Käsesoße, Bio-Käse, unmengen an Schokolade, Honig, Marmelade, Cornflakes und vieles mehr  Ich glaube der Vorrat wird mir für die nächsten 8 Monate definitiv reichen: 

Nach dem ich alle meine Sachen aus den Taschen gerissen habe, haben wir sie wieder sorgfältig einsortiert , im Restaurant noch etwas leckes gegessen und sind schlafen gegangen. 

 

 

Dienstag, 16.12.2014

Fotoshooting

Heute morgen wurden wir relativ früh geweckt, da Richmond Passfotos für unsere Visums-Verlängerung brauchte. Schön, dass er uns immer so früh bescheid gibt..  

Also machten Alina und ich uns etwas hübsch und gingen auf die Suche nach einem Fotografen. Wir wurden auch relativ schnell fündig, gegenüber von der Taxisammelstelle. Dort saß ein Mann mit einer Kamera, er hatte kein wirkliches Studio, lediglich eine weiße Wand mit einem Plasikhocker davor, und einen Drucker. 

Wir setzen uns also auf den Plasikhocker vor der weißen Wand, wurden ein paar mal geknipst und hatten in weniger als 5 Minuten unsere 4Passfotos für gerade mal 1,75€. 

Und wo wir gerade dabei waren, haben wir gleich noch ein kleines Fotoshooting dran gehängt. 

 

Samstag, 13.12.2014

Kintampo- Wasserfall

Heute haben wir einen Tagesausflug zum Wasserfall in Kintampo gemacht.

Der Wasserfall besteht aus 3 Fällen. Das erste mal stürtzt der Pumpu-River auf seiner Reise zum Volta- See gut 6m in die Tiefe. Nach gut 500m stürtzt der Fluß ein 2. mal, diesmal aber in einer nicht einsehbaren Höhle. 500m weiter taucht er wieder auf und kracht nun 70m tief. Dort waren wir baden. Es war wirklich wunderschön und arschkalt.  

Am Anfang war es noch relativ ruhig am Wasserfall.. Nach einiger Zeit, kamen richtig viele Einheimische..während wir im Wasserfall saßen. Wir haben uns gefühlt wie die Affen im Zoo, da alle geschaut haben und ihre Kameras zückten 

Hier das passende Foto dazu:  

 

 

Sonntag, 07.12.2014

Was ein Reinfall..

Das Wochenende haben wir uns auf den Weg in Richtung Norden gemacht und wollten uns den Bui- Nationalpark ansehen. Leider war der Ausflug ein komplette Reinfall 

Alles fing damit an, als wir Freitag Abend im Hotel Baah in Wenchi eincheckten. Auf den ersten Blick sahen die Zimmer recht anständig aus... Bis ich plötzlich riesen Spinnen und Karkerlaken begegnet bin. Ich hab einen riesen Schreianfall bekommen, habe versucht die Tierchen mit einem Stock zu erledigen.. Leider vergebens  Daraufhin bin ich zur Rezeption und habe nach einem anderen Zimmer gefragt. Allerdings waren die anderen Zimmer auch nicht so pralle und hatten kein eigenes Bad, sondern lediglich eine Sammeltoilette/Dusche.. Letztendlich haben Alina und ich uns doch für das erste Zimmer entschieden. Gott sei Dank hatte Lea ein Moskitonetz dabei, welches sie uns für die Nacht geliehen hat. GOTT SEI DANK! Sonst hätte ich wahrscheinlich kein Auge zu bekommen- war so schon schwer genug.  

Naja.. jedenfalls sind wir dann am Samstag in aller Frische, gegen 7 Uhr los Richtung Norden gefahren. Wir wollten uns im Bui- Nationalpark Flußpferde, Wasserböcke, Moorantilopen und verschiedene Affenarten anschauen. 

In Bui angekommen, ließ uns das Trotro an einem Haus raus und meinte, dass dort der zuständige Mann wohnen würde. Dieser kam auch schon heraus spaziert und hieß uns um die 10- mal herzlich Willkommen.  Was ich aber dann hörte, verschlug mir tatsächlich die Sprache  Er meinte, dass es hier keinen Nationalpark mehr geben würde, da ein Staudamm gebaut wurde. Daraufhin fragten wir, was wir uns sonst noch so in der Gegend anschauen könnten. Da meinte er, dass es hier nichts mehr geben würde. Wir konnten nur noch lachen und wussten nichts mehr zu sagen. Der nette Herr meinte schließlich, dass man eine Kanufahrt über den Black Volta machen könnte. Da tauchte in mir ein kleiner Hoffnungsschimmer auf.. Allerdings vollendete er sein Satz und meinte, dass diese Männer, die für die Kanutouren zuständig seien, heute im Busch sind.  

Wir waren wirklich baff und fragten uns, warum er uns das nicht direkt sagen konnte, als wir aus dem Tro-Tro ausgestiegen sind.. so hätten wir nämlich gleich wieder mit Heim fahren können. 

Nach einer halben Stunde kam das Tro-Tro wieder, sammelte uns ein und gegen eine kleine Bezahlung fuhr uns der Fahrer an den Staudamm. Irgendwas mussten wir uns schließlich angucken- auch wenn ein Staudamm nicht unbedingt das ist, was ich sehen wollte 

Am Staudamm angekommen waren wir natürlich nicht überwältigt und kamen aus dem Lachen gar nicht mehr raus. Wir fragten den Fahrer ob er uns hoch auf den Staudamm bringen könnte. Für ihn war das kein Problem- für den Security-Typen allerdings schon. Aber gegen eine kleines Bestechungsgeld hatte auch er nichts einzuwenden und ließ un schließlich hoch auf den Damm fahren. 

Oben angekommen machten wir ein paar Fotos und fuhren wieder nach Hause 

  

Als wir im Hotel wieder ankamen, wollten wir Duschen, da wir so dreckig vom Tro-Tro waren. Und tatata: Die Duschen funktionierten nicht, da das Wasser aus war. 

Wir hatten wirklich genug und checkten schließlich aus. 

Eigentlich wollten  wir uns noch ein paar Wasserfälle in der Gegend anzuschauen, allerdings verlangten die Taxifahrer viel zu viel Geld dafür. 

Daraufhin hatten wir die Schnauze wirklich voll und fuhr zurück nach Kumasi. Es war wirklich wunderschön zu Hause anzukommen. Ich konnte mich endlich duschen, mir etwas kochen uns mich in mein eigenes Bett fallen lassen.