Berichte von 05/2015

Montag, 18.05.2015

noch mehr Bilder!

 Cecilia und ich mit den Waisenkindern:

 

Franklina:

 Das Abendessen für die Kinder 

 

Kochen: 

Noch ein Bild von meinem Weg zur Arbeit:

Bei Chalsey gibts Hühnerfüße zum Mittag

 

Unsere Hunde 

 

So, mehr Bilder gibts nicht, weil mein Fotospeicher für meinen Blog bald aufgebraucht ist

 

 

Freitag, 15.05.2015

Enttäuschung!

Alina und ich haben Wetten abgeschlossen, ob die Reifenschaukel heute noch hängen wird oder nicht. Und siehe da, sie hing nicht mehr. Allerdings haben sich die Kinder aus dem Seil eine neue Schaukel gebaut, mit einem Brett anstatt dem Reifen. 

Ich war ja froh, dass sie unsere Idee quasi aufgegriffen und sich eine andere Schaukel gebaut haben aber irgendwie war es schon etwas enttäuschend. 

Es ist halt jedes Mal das selbe. Man gibt sich Mühe, organisiert was und am nächsten Tag sieht man davon nicht mehr, es verschwindet oder liegt irgendwo kaputt in der Ecke. Das ärgert einen einfach! Oder heute hatte ich Bonbons für die Kinder dabei. Von den Meisten kam kein Danke sondern ein trockenes "Gib mir mehr" .. Wenn ich die Kinder drauf Aufmerksam gemacht habe, Danke zu sagen, wurde ich nur blöd nachgeäfft.

Ich vergleiche mein Waienhaus in Kumasi immer ganz gerne mit dem in Tepa. Und wenn ich die beiden so vergleiche, wird mir immer wieder klar, dass meine Hilfe in Kumasi etwas fehl am Platz ist und in Tepa viel mehr gebraucht werden könnte.

Das Waienhaus in Kumasi bekommt sehr viele Spenden und hat öfter Freiwillige. Tepa hat weder das eine noch das andere. In Tepa freuen sich die Kinder immer sehr über mich- in Kumasi nur ein paar wenige. Wenn ich den Kindern in Tepa etwas mitbringe, wird das sehr geschätzt, man bedankt sich und betet. Die Kinder dort haben Lust etwas mit mir zu unternehmen, sind neugierig. In Kumasi ist das leider das Gegenteil. 

Volunta haben wir unser Problem bereits ausführlicher mitgeteilt. Übrigens sind wir da nicht die Einzigen. Die anderen Freiwilligen fühlen sich ebenfalls überflüssig  in ihren Einsatzstellen. Unseren Einsatzstellen geht es nämlich für ghanaische Verhältnisse recht gut. Dort wo wirklich Hilfe gebraucht wird, außerhalb der Stadt, auf den ländlichen Gebieten, fehlt es leider an allen Enden. Volunta war sehr aufgeschloßen und hat sich für die Informationen bedankt. Wir sind die ersten Freiwilligen von Volunta in Ghana- es ist alles noch am Anfang. Von daher ist es gut, dass wir Volunta daraufhinweisen und ihnen Verbesserungsvorschläge machen. Wenn Volunta ein neues Land in ihr Projekt aufnimmt, werden die Freiwilligen immer erst mal in Städte geschickt. Hier ist es leichter sich einen Überblick zu verschaffen und die Situation einzuschätzen. 

Ich bin gespannt wie sich das Prjojekt hier in Ghana entwickeln wird. Den Anfang haben wir gemacht. 

 

 

Mittwoch, 13.05.2015

Reifenschaukel

Ich hatte schön länger geplant, eine Reifenschaukel für die Waisenkinder zu "bauen". Heute haben wirs endlich in Angriff genommen.

Ich bin heute morgen los und wollte zu einer Autowerkstatt hier in Kumasi laufen und einen Reifen besorgen. Den Weg konnte ich mir allerdings sparen, da ich bei unseren Nachbarn(welche Autolackierer sind) einen Alten entdeckt habe. Den konnte ich direkt mitnehmen und musste nichts bezahlen.

Mittags sind wir dann in der prallen Sonne samt Reifen losgestapft. Ich war froh, als wir endlich da waren  Die Kinder kamen direkt angesprungen und waren ganz neugierig. Ich habe ihnen erzählt was wir vorhaben und schwups, wurde direkt losgelegt. 

Als erstes haben wir das Seil ein paar Mal um den Baumstatt geworfen und festgezogen.

Danach den Reifen reingehängt und festgeknotet.

Zum Schluß wurden noch die Enden verschmolzen, damit sie nicht ausfranzen.

Und dann konnts auch schon losgehen 

Super einfach und bei den Kindern kams total gut an! 

 

 

Dienstag, 12.05.2015

"Früher war mehr Lametta" :-D

Heute haben wir mal wieder eine größere Bastelaktion im Waisenhaus gestartet. So hat unser Lametta von Weihnachten auch noch eine Verwendung gefunden. 

Wir haben den Kindern Scheren, Kleber, Wachsmalstifte, Lametta, Wolle und buntens Papier mitgebracht. Die Freude darüber war sehr groß! 

Viele der Kinder haben mich gefragt, was sie damit machen sollen. Ihnen fehlt es oft an Ideen. Beziehungsweise brauchen sie erst mal einen Denkanstoß. Ich habe das Lametta aufgeklebt, habe angefangen zu malen, und Herzen auszuschneiden. Alina hat aus dem Lametta und der Wolle Schmuck gebastelt. Die Kinder sind so auf den Lametta-Schmuck abgefahren und hatten jede Menge Spaß daran, die Herzen auszuschneiden. Bei vielen Kindern ist mir aufgefallen, dass sie gar nicht wussten, wie sie das Herz ausschneiden sollen. Ich hab mich mit ihnen zusammengesetzt, ihnen dabei geholfen und die Freude war riesig, als das Herz ausgeschnitten war. 

Leider wurde mit unseren Sachen mal wieder nicht so gut umgegangen. Ich habe zu Beginn gesagt, dass ich alle meine Stifte, Kleber und Scheren wieder zurück haben möchte, wenn wir mit der Bastelstunde fertig sind und das sie gut auf meine Sachen aufpassen sollen. Leider war das nicht der Fall. Die Kleber wurden bis zum Anschlag raus gedreht, sodass die Spitzen abgebrochen sind, die Papierreste lagen im halben Hof verteilt, Wachsmalstifte wurden zebrochen und zum Schluß waren komischerweise nur noch 2 Scheren da. Ich habe den Kindern mehrfach erklärt, dass sie den Kleber nicht komplett rausdrehen sollen, sondern immer nur Stückweise, weil er sonst kaputt geht, habe ihnen am Ende gesagt, dass ich meine Scheren wieder haben möchte, weil wir ohne Materialien nicht noch mal basteln können. Nach und nach haben plötzlich immer mehr Scheren ihren weg zu mir zurück gefunden. Sie wurden aus Zimmern getragen und aus den Hosentaschen geholt. 

Irgendwo ist es ja verständlich, dass die Bastelstunden immer so ausaten. Schließlich sind die Kinder das nicht gewohnt. Hier bastelt und spielt nämlich keiner mit ihnen. Auch in der Schule nicht. Außerdem wird ihnen nicht beigebracht sorgfältig mit ihren oder anderen Sachen umzugehen. Mir ist das allerdings wichtig. Sowas kann man einem Kind, dem das völlig fremd ist, allerdings nicht von heute auf morgen beibringen. 

Unseren Kindern wird schon im jüngsten Alter beigebracht, sorgfältig mit Sachen umzugehen. Unsere Kinder lernen von klein auf im Kindergarten, wie man mit einer Schere umgeht, haben unendliche viele Bastel- oder Spielsachen zur Verfügug, lernen das man Ordnung halten muss und so weiter. Unsere Kinder dürfen noch Kind sein. Hier ist das allerdings anders. Im Waisenhaus müssen die kleinen Mädchen beim kochen helfen, ihre eigene Wäsche mit der Hand waschen, sich aus dem Brunnen schwere Wassereimer zum Duschen hochziehen... Und das alles, nach dem sie um 15:00Uhr aus der Schule kommne. Wir hatten in der Grundschule nie so lange Unterricht. Wir hatten in der Woche höchstens ein oder zweimal bis 13:00 Uhr Schule. Hier bleiben selbst die ganz Kleinen so lange in der Schule. Und danach heißt es kochen, waschen, Hausaufgaben machen. Besonders die Mädchen müssen viel helfen. Die Jungs hingegen bleiben verschont und dürfen Fußball spielen während die Mädchen das Essen zubereiten.

Das alles hört sich jetzt bestimmt sehr hart an, aber da die Kinder sind so aufgewachsen, kennen sie das gar nicht anders. 

 

Hier gibts das Bildermaterial zur Bastelstunde:

 

Hier hab ich noch beim Ausschneiden geholfen: 

Und hier wurde dann schon selbst geübt:

"Please Cindy, snap my picture" 

Der fertige Lametta- Kopfschmuck 

Überall Lametta 

Hat heute echt viel Spaß gemacht und vor allem haben Alina und ich so viele schöne Bilder geschenkt bekommen.  

Bis zum nächsten Mal! 

 

 

Dienstag, 05.05.2015

Küstentour und mein Geburtstag! :-)

Ja ich weiß, ich habe mich schon lange nicht mehr gemeldet,aber es gibt auch nicht wirklich viel zu berichten  Der Alltag hat uns eingeholt. Allerdings hatten wir letzte Woche mal wieder ein wenig Abwechslung und haben eine Küstentour gemacht. 

Angefangen haben wir am Ankobra Beach in Axim, wo ich das letzte mal im Februar war. Das Fleckchen zählt definitiv zu meinen Liebesten hier in Ghana . Es war mal wieder total schön gewesen, außer das ich am ersten Morgen von einer eitrigen Mandelentzündung überrascht wurde. Wir schnappten uns direkt nach dem Frühstück ein Taxi und fuhren ein paar Orte weiter, wo es zum Glück eine gut ausgestattete Apotheke gab. Das Antibiotikum hat direkt angeschlagen, sodass ich (zum GLÜCK) keine weiteren Beschwerden hatte.

Nach 3 Tagen ging es dann weiter nach Winneba. Die anderen waren schon mal da gewesen, für mich war es allerdings das erste Mal. Auch dort war es einfach nur traumhaft schön!! Wir waren im Summer Yard untergebracht, eine Öko-Anlage mit vegetarischen Restaurant. Die kleine "Anlage" war richtig süß hergerichtet und das Essen lokal, vegetarisch und super lecker! 

Hier mal ein paar Bilder:

In dem "Baumhaus" haben wir geschlafen:

Hier sieht man den Garten: (da kanns mans aushalten)

 

Die Speisekarte:

Unser Frühstück: Plantainporridge mit Anannas-Orange-Ingewer-Smoothie

Wenn wir nicht gerade faul in der Hängematte gelegen haben, waren wir am Strand. Wir haben dort ein richtig schönes Fleckchen gerfunden. Es war eine schmale Landzunge, mit ganz vielen Palmen, die zwischen Meer und Lagune lag. Man konnte im Übergang zwischen Meer und Lagune super baden, weil man nicht von den riesigen Wellen weggespült wurde.  Allerdings mussten wir dorthin eine dreiviertel Stunde Fußmarsch zurücklegen. Im tiefen Sand. Das war einfach nur anstrengend!! Wir waren froh, als wir am letzten Tag ein paar Leute mit Auto dort angetroffen haben. Die haben uns netterweise hinten auf der Ladeflächen ihres Pickups mit zurück ins Dorf genommen. 

Allerdings hatten wir auch ein nicht so schönes Erlebnis: Jonas Kamera wurde geklaut. Aber auf so eine dreiste Weise. Wir lagen auf der Inselzunge unter den Palem und haben gedöst. Jonas hatte seine Tasche nicht direkt bei sich liegen sondern eine Palme weiter. Wir dachten jedoch nicht, dass wir dort beklaut werden. Es war nämlich keine Menschenseele dort gewesen. Und der jenige, der uns beklaut hat, konnte nur von einer Seite gekommen sein, weil ja auf der anderen der Übergang zwischen Meer und Lagune war. Sprich, der "Dieb" ist direkt an uns vorbei gelaufen, hat sich die Tasche geschnappt und hat wieder das Weite gesucht. Wir haben davon nichts mitbekommen. Wir haben erst viel später gemerkt, dass die Tasche nicht mehr da war. Aber komisch, dass der "Dieb" uns nicht beklaut hat, während wir im Wasser waren, sondern auf so eine dreiste Art und Weise. Naja, das nächste mal vergraben wir unsere Sachen am Besten im Sand 

Am Abend haben wir dann ein wenig in meinen Geburtstag "reingefeiert". Das sah dann ungefähr so aus: Wir haben uns um halb 11 ins Bett gelegt, weil wir so müde waren, haben uns dann für kurz vor 12 den Wecker gestellt um pünktlich anzustoßen.  Mit ein paar Bier saßen wir noch bis 2 Uhr draußen. Übertrieben haben wirs nicht, schließlich wollten wir fit für Accra sein. 

Am nächsten Morgen, nach dem Frühstück und einem Happy-Birthday-Smoothie, fuhren wir weiter nach Accra. Dort haben wir wieder bei der selben Familie geschlafen, als wir das letzte Mal in Accra waren. Ich weiß gar nicht ob ich schon von der Familie erzählt habe? Aber mit der hatten wir ganz schön Glück gehabt. Ursprünglich wollten wir nämlich in einem sehr günstigen und gut gelegenem Hotel schlafen. Da das allerdings voll war schickte man uns ein paar Meter weiter in ein Häuschen. Dort lebt eine ältere Frau mit ihren Töchtern. Sie haben 2 große Sammelschlafzimmer wo man unterkommen kann. Die Toiletten und Duschen waren draußen im Hof- und das alles für gerade mal 3€ pro Nacht. 

Was mich total gefreut hat, dass alle Freiwilligen extra  wegen meinem Geburtstag nach Accra gekommen sind. Ich habe mich abends mit den Mädels getroffen zum Pizza essen. Wir waren in einem italienischen Restaurant Namens Mama Mia und die Pizza dort war einfach nur superlecker!! Danach sind wir weiter in eine Bar, wo wir uns mit den anderen getroffen haben! Ich habe mich riesig gefreut, dass alle gekommen sind und mit mir gefeiert haben. Über die Geschenke natürlich auch. Danke dafür!  Und natürlich auch Danke, für all die anderen Glückwünsche, Briefe und Pakete. Und danke an meine Familie+ Oma, für den super leckeren Geburtstagskuchen(+23 Geburtstagskerzen), der es tatsächlich bis nach Ghana geschafft hat. 

Es war wirklich ein toller Geburtstag!!