Sonntag, 02.11.2014

Affenreservat und die Felsen von Tanoboase

Am Wochenende haben wir einen Ausflug nach Techiman gemacht. Dort gibt es viele Sachen zu sehen. Da aber nicht alles an einem Wochenende zu schaffen ist, haben wir uns für die Affen von Buabeng- Fiema und die Felsen in Tanoboase entschieden.

Wir kamen Freitag Abend in Nkoranza an, dort haben wir ein sehr billiges Hotel gebucht. Als wir auf dem HInterhof ankamen, waren wir erst einmal geschockt, da es sehr heruntergekommen aussah. Auch drinnen wurde es auch nicht besser, da es überall gestunken hat. Allerdings waren wir sehr überrascht, als wir unsere Zimmer gezeigt bekommen haben. Die waren recht sauber, hatten einen Ventiolator und riesige Betten. Da konnten wir dann auch wieder über die anderen Sachen hinwegsehen  Wir saßen den Abend noch ein wenig in der Bar und sind früh schlafen gegangen, damit wir am nächsten Tag rechtzeitig aufbrechen konnten. 

Am Nächsten Morgen standen wir früh auf und machten uns auf den Weg zu den Affen. In Buanbeng angekommen, kauften wir Brot um die Affen zu füttern. Bananen gab es leider keine, ich hatte allerdings noch welche von unserem Frühstück dabei. Wir starteten unsere Tour mit einem Führer. Schon am Anfang des Regenwaldes kamen und die Affen entgegen und haben uns das Brot auf der Hand gefressen. Mir haben sie sogar die Bananen geklaut 

Es gibt dort 2 verschiedene Affenarten: die Mona-Meeratzen und die Weißbart-Stummelaffen. Die Weißbart-Stummelaffen waren allerdings sehr scheu, wir haben nur ein paar hoch oben in den Bäumen sitzen sehen. 

Auf Grund eines religiösen Tabus, welches nur in den Dörfern Buabeng und Fiema besteht, wurden die Affen nie gejägt oder verfolgt. Die Affen sind für die Dortbewohner sehr heilig und stehen unter staatlichem Schutz. 

 

 

Wir liefen noch eine Weile durch den Walld, kletterten ein paar Bäume hoch und haben ein paar Kinder getroffen. Die haben gesehen, dass ich Brot dabei hatte und wollten unbedingt etwas haben. Sie standen alle um mich herum, streckten mit ihre Arme entgegen und bettelten. Ich verteilte mein letzten Brot an sie. Da uns die Kinder sehr leit getan hatten, kauften wir im Dorf noch ein Leib und schenkten es ihnen. 

Anschließend machten wir uns wieder auf den Weg in unser Hotel. Dort legten wir eine kurze Pause ein und fuhren weiter zu den Felsen von Tanoboase. Die Gegend dort war sehr beeindruckend. Wir sind viel geklettert und hatten oben, am Höchsten Punkt des Felsens, eine tolle Aussicht. 

Die Felsen, bzw der Heilige Hain von Tanoboase ist eine Wohnstätte der mächtigen Gottheit der Akan, Taa-Kora. Gleichzeitig ist dieser Ort eine frühe Siedlungsstätte des Bono-Volkes. In Kriesenzeiten zog sich die Führung der Bono hier zurück. 

Noch heute findet jedes Jahr im April ein Festival in den Felsen statt. An diesen Tagen wird viel gefeiert, getanzt und getrunken. Ebenfalls werden jedes Jahr 10 Frauen verheiratet. Das Problem ist nur, dass es 50 Männer gibt. Deswegen wird ein Kletter-Wettkampf veranstaltet. Die 10 Besten, dürfen dann die Frauen heiraten.