Donnerstag, 14.08.2014

Alles neu, alles anders..

 

You know all those things you´ve always wanted to do?

You should go do them! 

 

 

Wir sind gestern Abend gut in Kumasi angekommen. Wir waren rund 30 Stunden unterwegs. Die Zeit war mega anstrengend und ganz schön aufregend.

 Am Dienstag um 21:20 startete unser Flieger von Düsseldorf nach Dubai. Als ich im Flieger saß packte ich das Geschenk von meinen Freunden+Familie aus. Es war einfach nur herzzerreißend. Ich hab so dolle geweint, konnte vor lauter Tränen gar nichts lesen und jeder hat sich nach mit umgedreht Aber ich hab mich trotzdem riesig über das Geschenk gefreut. Danke, danke, danke an alle die vielen lieben Menschen!!

Darauf musste dann erst mal ein Bier getrunken werden, mit Jonas (ein Mitfreiwilliger) und Max (den wir im Flieger kennengelernt haben). Von daher war der Flug nach Dubai dann doch noch ganz lustig.

In Dubai angekommen, hatten wir 2 Stunden Aufenthalt, bis es weiter nach Accra ging. Leider hatte unser Flieger technische Probleme, sodass der Flug sich nochmal um 2,5 Stunden verspätet hatte.

Um 15:00 Uhr sind wir dann endlich in Accra gelandet. Dort wurden wir dann von James, ein Mitarbeitet der R.V.O Ghana, abgeholt. Er begleitete uns zum Glück bis nach Kumasi. Ohne ihn wären wir auch etwas aufgeschmissen gewesen Er brachte uns von Flughafen zum Taxi. Mit dem Taxi fuhren wir quer durch die Stadt bis zum Busbahnhof. Die Taxifahrt war der Horror! Eine Straßenverkehrsordnung existiert hier gar nicht Jeder fährt wie er will durch die Straßen und hupt dabei wie verrückt. Wundert mich auch, dass wir keine Leute umgefahren haben.

Die sind nämlich auf der Straße rumgelaufen wie sie wollten und haben allerlei Sachen verkauft wie Massagegeräte, Sonnenbrillen, Essen, Wasser, Süßkartoffel usw. Es wimmelte auf der Straße nur so von Leuten. Und jeder kam an unser Auto, streckte die Hände rein und wollte uns was verkaufen.Was mir auffiel, dass die Leute hier extrem freundlich zu uns waren- obwohl wir nichts gekauft haben.

Was ich weniger schön fand, waren die Slums in der Stadt. Das hat mir leid getan. Und es war so dreckig, überall lagen Mengen an Müll herum.

Als wir am Busbahnhof ankamen, ging es dann nochmal 5 Stunden weiter bis Kumasi. Es hat dann übrigens auch angefangen zu regnen, was ich hier nun wirklich nicht erwartet hatte  Und die Straßen waren auch irgendwie komisch. Sie waren kilometerweit asphaltiert und mitten drin hörte die Straße immer mal wieder auf und wir fuhren durch den Matsch mit metertiefen Schlaglöchern.

Um 22:00 Uhr sind wir dann endlich bei unserer Gastfamilie angekommen. Wir wurden sehr freundlich empfangen und haben noch etwas von der Gastmutter gekocht bekommen.

Danach haben wir unsere Zimmer gezeigt bekommen, wo ich etwas geschockt war. Es stehen 5 Betten im Zimmer und sonst nichts. Kein Nachttischschränkchen, kein Schreibtisch, kein Mülleimer, kein KLEIDERSCHRANK. So wies aussieht müssen wir uns selbst einen Schrank zusammenzimmern, weil 1 Jahr aus dem Koffer leben, wäre nicht so cool.

Man findet nämlich einfach gar nichts und das Zimmer sieht auch dementsprechend aus. 

Der nächste Schock war dann das Bad. Dort gibt es ebenfalls keine Schränke oder Abstellmöglichkeiten. Und das allerschlimmste, Achtung: Es gibt nur kaltes Wasser. Ich hab bestimmt 15 Minuten gebraucht bis ich dann mal komplett drunter stand

Ansonsten ist alles super. Wir haben Strom, ab und zu mal Internet, nette Leute um uns herum und echt leckeres Essen.

 Ach und womit ich noch so meine Probleme hab, ist die Sprache. Wir sprechen hier zwar Englisch aber die Afrikaner betonen das so komisch und reden vor allem so schnell, dass man nur die Hälfte versteht. Bei unserer Unterrichtseinheit heute morgen musste ich wirklich sehr sehr genau hinhören und öfter nachfragen, damit ich alles versteh.

In dem Unterricht erfahren wir jede Menge über Ghana, wie wir uns verhalten sollten, wo wir was kaufen können und wo nicht uvm. Das ist echt hilfreich für die Anfangszeit, um sich hier irgendwie zurecht zu finden.

 Gegen Nachmittag waren wir heute im Fitnessstudio. Es war einfach zu lustig gewesen. Das Fitti war ein schmaler Gang mit eng aneinander gestellten, uralten, nicht an Strom angeschlossenen Geräten  Schaut her:

 

-Bild kommt noch-

 

Nachdem wir uns dort etwas warm gemacht haben, bekamen wir ein Personal Couch, der uns richtig hart rangenommen hat Ich war nach der Einheit fix und fertig. Aber es war so was von lustig  und die Leute waren total freundlich zu uns. Nach dem Personal Training, sind wir in den Physiotherapie- Raum. Dort bin ich dann total vom Glauben abgefallen :-D In dem Raum war ein Mentholgeruch drin, sodass die Augen gar nicht mehr aufgehört haben zu tränen- aber hey, „it´s good for healthy“

Massiert wurden die Leute dort mit nem Nudelholz oder einem Fleischklopfer Ich hab nur gesagt: Oh we used this in our kitchen. Und alle haben herzlich gelacht. Aber es gab natürlich auch normale Massagegeräte.

Außerdem haben wir noch ein paar Spiele gezeigt bekommen. Darunter ein Klatschspiel. Klatschspiele sind hier übringens für den Stressabbau da. In Deutschland geht man zum Stress abbauen ins Fitnessstudio oder fährt an den Strand, hier spielt man Klatschspiele.

Als wir wieder zu Hause waren, haben wir andere Freiwillige aus der USA und Portugal getroffen, die hier ebenfalls wohnen. Wir haben zusammen gegessen. Es gab Hühnchen mit einer Art Erdnusssoße und gestampften Reis.Total lecker!! Bis eben haben wir noch zusammen draußen gesessen und Kartenspiele aus Portugal gespielt.

Der erste Tag war richtig schön gewesen, jetzt fall ich aber wieder mal tot ins Bett.

Good Night!