Montag, 16.02.2015

Ankobra Beach- Gottes eigenes Fleckchen

Am Freitag machten wir uns bereits um 06:00 Uhr in der Früh auf den Weg nach Axim. Wir starteten so früh, da wir eine lange Fahrt vor uns hatten und den Nachmittag noch am Strand verbringen wollten.

Nach ganzen 8 Stunden kamen wir endlich am Ankobra Beach an. Es ist eine wunderschöne Anlage am Strand, die von Deutschen geführt wird, in der nähe von Axim. Der Aufenthalt hat sich so richtig nach Urlaub angefühlt. Am dem wahnsinnig schönem Strand war keine Menschenseele, unsere Zimmer waren richtig toll hergerichtet, wir haben am Abend am Strand gelegen und Sterne beobachtet, haben stundenland in der Hollywoodschaukel gesessen und aufs Meer geschaut und auch das Essen war total lecker! Zum Abendessen gab es Zuchini- und Kürbissuppe aus eigenem Anbau, zum Frühstück selbstgemachte Marmelade mit frisch gebackenen Brötchen. Einfach nur lecker!! 

Die deutsche Familie, die diese Anlage führt, lebt bereits seit 7 Jahren dort. Sie haben ihren eigenen Garten in dem sie ihr Gemüse anbauen, eine Wasserfilteranlage, sodass man das Leitungswasser sogar trinken konnte und sie haben sogar eine kleine Montessorischule eröffnet. Dort unterrichtet eine deutsche Lehrerin weniger als 5 Kinder. Unter anderem auch die Tochter der Familie. Und es gab noch 2 deutsche Freiwillige, die dort in der Anlage gearbeitet haben.

Ich find es wirlkich beachtlich, sich so etwas schönes in einem anderen Land aufzubauen und zu beschließen, sein restliches Leben hier zu verbringen. Hut ab! Auch wenn es noch so schön ist, ich könnte das nicht. Ich freu mich ja jetzt schon wieder wie verrückt auf zu Hause. 4 Monate hab ich allerdings noch vor mir. 

Am Samstag machten wir einen Auslfug nach Nzulezo. Nzulezo ist ein kleines Dorf auf Stelzen, mitten im Amansuri-See. Wir fuhren von unserer Anlage aus, 1 Stunde mit dem Taxi zu einem Fluß. Dort stiegen wir in ein Kanu um und haben noch einmal 1 Stunde gebraucht, bis wir endlich in dem Dörfchen ankamen. Die Kanufahrt dorthin war schon richtig schön. Wir fuhren auf einem kleinem Fluß, der mal schmaler, mal breiter wurde, uns durch den Djungle führte, bis wir auf einen großen See kamen, wo wir das Dörfchen schon von weitem sehen konnten. 

Das Dorf was wirklich faszinierend. Es gibt dort eine Schule, 3 Kirchen, eine Bar und ein paar kleine Geschäfte. Es leben in etwas 400 Menschen dort. Das konnte ich mir gar nicht vorstellen. Viele von ihnen sind Bauern, welche jeden morgen 2,5 Stunden zu ihrem Ackerland rudern. Da das Dorf nur eine Grundschule besitzt müssen die älteren Kinder ebenfalls zur Schule rudern. Lebensmittel werden mit dem Kanu vom Festland geholt und zusätzlich wird noch Fisch gefangen. 

Seit ca. 600 Jahren gibt es das Dörfchen schon. Die ursprünglichen Bewohner waren Flüchtlinge aus Mali. Sie wollten keinen Ärger, sondern in Frieden leben und ließen sich somit hier nieder. 

Alle 30 Jahre muss ein Haus komplett erneuert werden, weil das Holz durch die ständige Feuchtigkeit so verwittert ist.

Die älteren Leute wohnen am Festland etwa 3 Stunden entfernt in einem Ort den sie New-Nzulezo nennen, da das Leben auf dem Stelzendorf im Alter zu anstrengend ist. 

All diese Infos haben wir von einem Bewohner des Dorfes bekommen. Bevor wir uns wieder auf den Rückweg machten, übergaben wir dem Dorf noch eine kleine Spende- für die Grundschule. 

Den Nachmittag ließen wir am Strand ausklingen und am Sonntagmorgen, nach einem leckerem Frühstück, ging es auch schon wieder Richtung Kumasi.