Dienstag, 23.12.2014

Central Market und Waisenhaus in Kumasi

Heute morgen waren wir auf dem Central Market. Ich dachte schon, dass bei uns die Vorweihnachtszeit in den Geschäften schlimm wäre- aber hier war es  kaum auszuhalten! Der Central Markt war maßlos überfüllt- überall wurde geschubst, gedrückt und gedrängelt. Bei unserem Glück haben wir uns auch noch verlaufen und waren heilfroh, als wir wieder nach draußen gefunden haben und im TroTro Richtung Hotel saßen.  

Ich habe meinem Papa auf den Central Market die Fleischabteilung gezeigt, in der Hoffnung ihn ein wenig abzuschrecken. Leider vergebens. 

Die Tiere werden vor Ort auseinander genommen und jedes einzelne Teil wird hier zum Verkauf angeboten. Es stinkt einfach fürchterlich, da das Fleisch den ganzen Tag ungekühlt in der Sonne liegt und von Fliegen besiedelt wird. 

Am Nachmittag machten wir uns gemeinsam mit Alina und Lea zum Waienhaus. Ich wollte meinem Papa meine Arbeitsstelle zeigen und den Kindern meinen Papa vorstellen. 

Als wir dort ankamen, waren alle schwer beschäftigt, denn es wurde am Haus weiter gebaut. Hier wurden wir leider nicht so freundlich und offen begrüßt wie in Tepa. Allerdings waren die Kinder sehr neugierig und haben mich viele Sachen über meinen Papa gefragt. Seinen Namen "Ralf" konnten nur die wenigsten richtig aussprechen- war irgendwie ein Zungenbrecher.  

Wir verteilten dort ein paar Erdbeermarmeladen-Brote und Äpfel. Ich habe ja versprochen, dass meine Papa Erbeeren aus Deutschland mitbringt. Da dies aber ein bisschen schwierig war und die Erbeeren sich warscheinlich nicht so lange gehalten hätten, gab es eben Erbeermarmelade. Die Kinder haben sich wie die Geier auf mich gestürtzt und wollten ständig mehr haben, allerdings war das Glas in null komma nix leer gewesen. Eigentlich wollte ich noch das 2. Glas aufmachen- allerdings hatten wir kein Brot mehr. Also haben wir noch die Äpfel verteilt. 

Ich fand es allerdings sehr schade, dass sie nur wenige Kinder bedankt haben. 

Unser Waisenhaus wird von einigen Spendern unterstützt und von sehr vielen Weißen besucht. So hatten die Kinder über Weihnachten Besuch von ein paar Weißen aus Texas. Sie haben den Kindern viele Briefe und Weihnachtsgeschenke mitgebracht- wie zum Beispiel Barbies, Puppen, Lego, Elektronische-Spiele. Und im Neuen Jahr hatten sie wieder Besuch von einer Weißten aus Holland. Da gabs auch wieder Briefe und neue Handtücher. Die Kinder werden hier auf jedenfall sehr unterstützt- im Gegenteil zu dem Waisenhaus in Tepa. Deshalb würde ich meine Hilfe gerne dort anbieten- wo auch wirklich Hilfe benötigt wird.