Donnerstag, 01.01.2015

Die Lagunenstadt Keta

Ketas Lage auf einer schmalen Sandbank zwischen einer großen Lagune und dem Atlantik macht den Ort einmalig. Bis auf diese Landzunge steht die Stadtpraktisch im Wasser.Allerdings wird Keta öfter von Überschwemmungen heimgesucht, da das Meer seit Mitte des 19. Jahrhunderts immer bedrohlicher wird. 

Wir waren in einem Hotel, direkt am Strand. Dort konnten wir bereits in den frühen Morgenstunden die Fischer beobachten. Diese fuhren ihre Netze mit dem Kanu weit hinaus ins Meer und zogen sie mühselig wieder an Land. Eine wirklich körperlich- anstrengende Arbeit, die von Sonnenauf- bis untergang dauerte. Und der Fang war nie wirklich erfolgreich und musste durch ca. 30 Leute geteilt werden- also jeder der geholfen hat, bekam etwas ab. Wir haben des öfteren beim rausziehen geholfen, vorallem mein Papa. Dafür wollten uns die Leute einen kostbaren Tintenfisch schenken. Allerdings haben wir diesen dankend abgelehnt, weil wir in unserem Hotel genug Essen konnten. 

Leider hatte ich mein Kamera nicht mit am Strand und habe lediglich ein Foto nachträglich gemacht, welches man nicht so gut erkennt. 

Da unser Geld leer war, mussten wir uns auf die Suche nach einer Bank machen. Die nächste war ca 45 Minuten von uns entfernt, in Aflao, an der Grenze zu Togo. Auf dem Rückweg schauten wir in einer kleiner Bar vorbei, welche in der Lagune lag. Dort haben wir erst einmal einen Palmwein getrunken.

An Silvester wussten wir den ganzen Tag noch nicht so richtig was wir am Abend anstellen sollten. Als wir unserem ghanaischen Freund über den Weg liefen, welchen wir dort kennengelernt haben- hatten wir schließlich einen Plan. Papa und ich werden mit ihm die Kirche besuchen. Ich hätte ja niemals gedacht, dass ich mal an Silvester in einer Kirche sitzen würde. Aber da habe ich wohl falsch gedacht...  Es war aber gar nicht so übel. Die Leute waren alle gut drauf, haben viel gesungen, gelacht und getanzt. Vorallem mein Papa hat so etwas noch nie erlebt und war richtig begeistert gewesen. Als wir aus der Kirche kamen wollten wir noch ein Bier trinken, allerdings hatte die Hotel Bar schon zu gehabt. Glücklicherweise hatte ich noch eins vom Vorabend im Kühlschrank stehen. Das haben wir uns geteilt, auf ein Frohes Neues angestoßen, bei Mama angerufen und sind schließlich schlafen gegangen. Auf Keta war nämlich wirklich tote Hose. Alle Menschen waren in der Kirche und um 12 gingen gerade mal 3 Raketen los.  Kein spektaküläres Silvester aber anders als all die Jahre zu vor. 

Hier noch mal ein Bild, auf dem man des schmalen Sandstreifen Keta, zwischen Lagune und Meer sieht. Allerdings habe ich das aus dem Internet gezogen.