Samstag, 16.08.2014

Stadtleben

Heute morgen hatten wir unsere 2. Twistunde. Er hat uns gestern ungefähr 50 Vokabeln aufgegeben und wollte heute auch schon alle wissen. Klar, das wir da vollkommen versagt haben

Natürlich haben wir heute noch mehr Vokabeln bekommen und was ganz interessant war: die Vornamensliste entsprechend der Wochentage. In Ghana weiß man nämlich sofort an welchem Tag jemand geboren wurde, sobald der erste Name bekannt wird. Denn in der südlichen Region von Ghana gibt es im Grunde nur 14 Vornamen. 7 für Frauen und 7 für Männer. Die Namen werden je nach Tag der Geburt vergeben. Es sind feststehende Namen, die bestimmen Tagen zugeordnet sind. So heiße ich hier Ama.

 

Wochentag

Mann

Frau

Montag

Kwadwo

Adwoa

Dienstag

Kwabena

Abena

Mittwoch

Kwaku

Akua

Donnerstag

Yaw

Yaa

Freitag

Kofi

Afia

Samstag

Kwame

Ama

Sonntag

Akwasi

Akosua

 

Mittags sind wir dann mit dem TroTro in die Stadt gefahren. Das TroTro ist ein kleiner alter Bus, der die Leute für wenig Geld von A nach B bringt. Wir haben für die Fahrt 1 Cedi bezahlt. Das sind nicht mal 20 Cent.

In der Stadt war eine Menge los, so was kann man sich gar nicht vorstellen. Überall kleine Stände oder Leute mit riesigen Körben auf dem Kopf, die etwas verkaufen wollten und nur am rumschreien waren Mittendrin tausende Autos, die gar nicht vorwärts kamen und wie verrückt hupten.        

 

 

Wir liefen also einmal quer durchs Getümmel Richtung National Cultural Center. Dort gab es viele kleine Stände, an denen man Ketten, Armbänder, Kunstwerke, Kleidung und anderen Nibbes kaufen konnte. Außerdem gab es verschiedene Räume, in denen Kunstwerke ausgestellt wurden.

 

 

Als wir dort so rumliefen, trafen wir auf einen Typen mit einer mächtigen Rastamatte auf dem Kopf Seinen Namen habe ich leider vergessen. Der Typ war einfach nur oberfreundlich und total lustig. Er lud uns in seinen Hinterhof ein und gab ein kleines Konzert. Er spielte Flöte mit seiner Nase, trommelte und hatte währenddessen ein Nagel zwischen dem Fußzeh, mit dem er auf Blechstücke schlug. Als er fertig war, schrie er wie verrückt Zugabe, Zugabe Er wollte, dass wir ihn in Deutschland groß raus bringen und erzählte uns, dass er schon in vielen verschiedenen Ländern und Städten gespielt hätte. Unter anderem auch in Deutschland. Ob das alles so stimmt, weiß ich halt leider nicht Aber jedenfalls meinte er, dass uns seine Tür immer offen steht und wir jederzeit vorbeikommen können. Das werden wir auch auf jeden Fall nochmal tun

 

                                    

 

Um 6 mussten wir dann leider schon wieder zu Hause sein, da es um diese Uhrzeit anfängt dunkel zu werden. Und im Dunklen ist es draußen sehr gefährlich.

Aber uns ist dann noch was ganz witziges passiert Jonas und Vinzent wollten ihr Zimmer aufschließen und ups, da ist der Schlüssel abgebrochen So konnten sie nicht mehr ins Zimmer kommen und haben Richmond (Unser Gastdaddy) gerufen. Der hatte dann ne ganze einfache Lösung und wollte mit nem riesen Pflasterstein die Tür einhauen Bevor es aber dazu kam, schnappte ich mir ne Nagelpfeile und bekam die Tür doch noch auf Seit dem werd ich den Namen Schlosser übringens nicht mehr los Nach langen hin und her haben wir dann auch das abgebrochene Stück aus dem Schloß bekommen und tatataaa, die Tür war wieder ganz.

 

 

So kam dann auch jeder wieder in sein Zimmer und konnte schlafen gehen