Samstag, 27.12.2014

Tamale und Mole-Nationalpark

Am Mittwoch sind wir hoch in den Norden gefahren. Wir saßen ganze 8 Stunden im Bus- es war ganz schön anstrengend. Dort angekommen checkten wir in einem sehr schönen Hotel ein und haben bei leckerem Essen ein wenig Weihnachten "gefeiert". Weihnachten war dieses Jahr irgendwie nicht das selbe. Es war heiß und die Familie war nicht komplett. Nach dem Essen riefen wir bei Mama, Oma und Opa an, tranken noch einen Cocktail und legten uns schließlich schalfen.

Am nächsten Morgen machten wir uns auf den Weg in die Stadt und wollten uns den Markt von Tamale ansehen. Allerdings war der Markt im Gegensatz zum Central Market in Kumasi nicht wirklich besonders. Also haben wir beschlossen heute mal einen Faulen im Schwimmbad zu machen. Im Schwimmbad war richtig was los und wir, als einzigste Weiße, waren eine große Attraktion.  Wir schwammen ein paar Runden durch das Becken und da wurde ich auch schon von ein paar Einheimisches angesprochen, ob ich ihnen das Schwimmen beibringen könnte. Die meisten Einheimisches können nämlich nicht schwimmen. Ich habe ihnen ein bisschen was erklärt- allerdings kann man nicht in ein paar Minuten das Schwimmen lernen.  

Am Abend sind wir noch etwas Essen gegangen und haben ein paar Deutsche kennengelernt. Mit ihnen haben wir uns noch lange unterhalten und ausgetauscht. 

Da wir relativ früh wieder im Hotel waren, haben wir beschlossen noch ein Hirse-Bier, in der Jungle-Bar zu trinken. Diese war nur wenige Meter von unserem Hotel entfernt. Als wir dort ankamen stellten wir fest, dass die Bar zu hatte und machten uns wieder auf den Heimweg. Wenige Meter vor unserem Hotel riss mir plötzlich jemand meinen Rucksack von den Schulter und rannte mit ihm davon. Ein Dieb!! Mein Papa schaltet schnell und rannte ihm hinter her. Bis ich geschaltet habe, was los war, rannte auch ich hinterher. Und kaum zu glauben, wir haben meinen Rucksack wieder zurückerobert, da wir ihm so Dicht auf den Fersen waren. Allerdings saß der Schock wirklich tief. Ich konnte mich die Nacht über kaum beruhigen. Ich war wirklich froh, dass ich meinen Rucksack wieder hatte. Dort war nämlich alles drin. Handy, MP-3 Player, Geld, Kreditkarte. Leider hat mein Papa sein Handy und seine Lesebrille bei der Verfolgung verloren. Wir waren später nochmal an dem Ort, an dem es passiert ist, mit ein paar Hotelangestellten. Es war aber nichts mehr aufzufinden.

Nachdem wir uns etwas beruhigt haben, versuchten wir zu schlafen, da wir gegen 03:00Uhr schon wieder aufstehen wollten, um in den Mole- Nationalparkt zu fahren.

Um 04:00 Uhr waren wir am nächsten Morgen fertig. Allerdings war unserer Fahrer nicht da. Wir warteten noch 1,5 Stunden, bis er endlich auftauchte. Ich war einfach nur fix und fertig. Die Nacht nur 3 Stunden geschlafen, so früh aufgestanden und dann mussten wir auch noch so lange warten.

Nach einer 2 Stündigen Autofahrt kamen wir endlich im Park an. Wir buchten uns einen Führer für 2 Stunden und fuhren los.

Man konnte allerdings nicht viele Tiere sehen- lediglich ein paar Antilopen und Schweine. Während der Tour fielen mir  ständig die Augen zu.  Als die Tour fast vorüber war, meinte unser Führer aufeinmal, es hätte eine Meldung bekommen wo sich die Elefanten zur Zeit aufhalten würde. (Hat er wirklich ganz toll geschauspielert!  Im Endeffekt wusste er nämlich ganz genau wo sich die Elefanten die ganze Zeit aufgehalten haben. Aber das konnte man uns nicht sagen, sonst hätten wir ja nicht für eine 2 stündige Safari bezahlt. 

Naja.. jedenfalls sind wir dann aus dem Auto ausgestiegen und sind zu einem kleinen See gelaufen. Auf der Weg dort hin begegneten wir noch ein paar Schweinen und Pavianen. Und schließlich sahen wir auch die Elefanten. Es war schon beeindruckend solch große Geschöpfe, in freier Wildbahn, ganz aus der nähe zu betrachten. Die Elefanten sind sogar baden gegangen- ein wirklich schönes Bild. 

Nach ca 15 Minuten meinte der Führer schließlich, dass die 2 Stunden um seien und wir noch einmal extra zahlen müssen, wenn wir länger beiben wollen. Daraufhin haben wir uns dazu entschlossen wieder zurück zu fahren. 

 

 

 

Als wir wieder im Hotel ankamen, wollten wir die vereinbarten 250 Cedi für das Auto und den Fahrer zahlen. Allerdings hieß es aufeinmal, dass wir den Tank auch noch auffüllen sollten. Das war allerdings nicht so vereinbart. Nach langen Diskussionen haben wir uns darauf geeinigt 300 Cedi zu zahlen. 

Am nächsten Morgen fuhren wir wieder zurück nach Kumasi und warteten ganze 3 Stunden darauf, bis der Bus endlich mal losfuhr. Übrigens haben wir dort auch wieder die Deutschen angetroffen, die wir vorgestern kennengelernt haben. Und lustigerweise fliegt mein Papa auch mit ihnen am selben Tag wieder zurück nach Deutschland.