Montag, 03.11.2014

Waisenhaus in Tepa

Heute bin ich gemeinsam mit Laura und ihren Eltern zu ihrer alten Einsatzstelle gefahren. Der Besuch hat mich wirklich stark gerührt und zum nachdenken gebracht..

Als wir in nach einer 2stündigen Fahrt in Tepa ankamen überraschten wir die Betreuer und Kinder im Waisenhaus- sie wussten nämlich nichts von unserem Besuch. Als die Kinder uns gesehen haben, kamen sie angerannt und haben uns herzlichst begrüßt. Die Freude war rießig!! 

Wir setzten uns alle beisammen, machten eine kurze Vorstellungsrunde und unterhielten uns ein wenig. Danach zeigten uns die Betreuer die Zimmer der Kinder. Und das hat mich wirklich sehr getroffen. Die Kinder teilen sich mit insgesamt 14 Leuten 1 Zimmer und schlafen in den kleinen Bettchen meistens zu 2. Ich konnte mir das überhaupt nicht vorstellen.. Die Hochbetten stehen dicht aneinander, es gibt keine Schränke, lediglich ein paar Kisten oder Koffer. Mehr gab es nicht. Und zu wissen, dass diese Kinder Waisen sind und weder Mama und Papa haben, hat mich noch viel trauriger gemacht. 

Ich kan mich wirklich sehr glücklich schätzen, dass ich eine Familie habe, die zu Hause auf mich wartet, und das ich dort ein eigenes Zimmer mit einem großem Bett, jeden Tag einen vollen Kühlschrank, fließend Wasser und Strom habe. 

 

Die Zimmer der Kinder:

 

 

Die Küche:

 

Der Brunnen:

 

Die Kinder kamen mir aber gar nicht so traurig vor. Wir haben gemeinsam gespielt und viel gelacht. Sie haben sich vorallem sehr über unsere Seifenblasen gefreut die wir mitgebracht hatten- die waren ein Highlight. Laura und ich mussten die ganze Zeit pusten, damit die Kinder die Seifenblasen jagen konnten (uns wurd schon ganz schwindelig)  Als die Seifenblasen leer waren, setzten wir uns wieder zusammen. Die Kinder sangen Lieder für uns, tanzten und holten uns Kokusnüsse zum Trinken von den Palmen. Es waren wirklich schöne Stunden die wir dort verbracht haben.

Bevor wir uns wieder auf den Heimweg machten, verteilten Lauras Eltern noch ein paar Geschenke, welche sie aus Deutschland mitgebracht hatten. Es gab Stifte, Hefte, Spitzer, Armbänder, Haarspangen usw. Die Betreuer und Kinder haben sich wahnsinnig darüber gefreut und sich total oft bedankt. Als wir uns dann auf den Rückweg zu Busstation machten, nahmen uns die Kinder an die Hand und liefen noch ein ganzes Stück mit uns. Als wir uns verabschiedet hatten, merkten wir alle, dass der Besuch uns ganz schön nahe ging.. Ich konnte den ganzen Abend an nichts anderes mehr denken. 

Wir haben uns vorgenommen die Kinder öfter zu besuchen um Zeit mit ihnen zu verbringen.

Die Kinder dort, haben wirklich nicht viel und können jede Unterstüzung gebrauchen!